Steuern für Affiliates

Steuern für Affiliates – Darauf muss man achten!

Hinweis:

Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung und dient nur der Information, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt keine steuerliche Beratung durch einen Fachmann (Buchhalter, Steuerberater, Finanzamt).

Wer als Affiliate Geld verdient, muss sich auch mit dem Thema Steuern befassen.

In diesem Artikel gibt es einen Überblick, auf was man dabei achten muss.

  • Steuern für Affiliates
  • Inhaltsverzeichnis          
  • Steuern für Affiliates
  • Einkommensteuer
  • Umsatzsteuer
  • Gewerbesteuer

Fazit

Viele Einsteiger ins Affiliate Marketing sehen das Thema Steuern nicht wirklich als wichtig an. Da herrscht das Gefühl vor, dass das ja nur nebenbei und recht wenig ist und niemanden interessiert.

Wer in eigene Websites, Social Media Profile etc. regelmäßig Affiliate-Links, -Widgets, -Banner oder was auch immer einbaut, verfolgt jedoch eine Gewinnerzielungsabsicht.

Diese ist einer der Kennzeichen einer gewerbepflichtigen Tätigkeit. Die weiteren sind:

  • Selbständigkeit (Handeln auf eigene Rechnung und Gefahr)
  • Nachhaltigkeit (Wiederholungsabsicht)
  • Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr

Erfüllt man nur eine dieser Voraussetzungen, und die Gewinnerzielungsabsicht liegt bei Affiliates eigentlich immer vor, muss man sich als Affiliate mit den folgenden Steuerarten beschäftigen.

Man muss ist diesem Fall auch sofort ein Gewerbe anmelden, selbst wenn noch keine Einnahmen vorhanden sind. Die Absicht zählt. Allein dadurch ist man steuerpflichtig, unabhängig wie viel man dann am Ende wirklich verdient.

Einkommensteuer

Auf das Einkommen als Affiliate können Steuern anfallen. In der Steuererklärung ist das Affiliate-Einkommen in Anlage G als „Einkünfte aus Gewerbebetrieb“ anzugeben.

Man darf aber auch seine Kosten angeben und dagegen rechnen, was den Gewinn senkt. Hat man sogar mehr Kosten als Einnahmen, dann kann das zu einer Steuerersparnis führen, wobei man das aber nicht auf Dauer machen kann. Da spielt das Finanzamt nicht mit.

Auch wenn man die Steuererklärung machen muss, so heißt das noch nicht, dass man auch Einkommensteuer zahlen muss. Es gibt es einen Freibetrag. Verdient man insgesamt mehr, wird das darüber hinaus gehende Einkommen versteuert.

Umsatzsteuer

Man unterliegt zudem der Umsatzsteuer, welche man regelmäßig abführen muss. Wie oft die Umsatzsteuervoranmeldung angefüllt werden muss, legt das Finanzamt fest. Das hängt von den Umsätzen ab.

Auch hier kann man eigene Ausgaben, bzw. die darauf gezahlte Umsatzsteuer, dagegen rechnen.

Bei nur geringen Einnahmen und fehlenden Ausgaben lohnt sich die Kleinunternehmerregelung in Betracht zu ziehen. Dann ist man von der Umsatzsteuerzahlung befreit, kann sich diese aber natürlich auch nicht bei Ausgaben zurückholen.

Die Kleinunternehmerregelung ist bis zu einem Jahresumsatz von 17.500 Euro im vergangenen und 50.000 Euro im aktuellen Jahr möglich. (Stand 2015)

Gewerbesteuer

Erst ab 24.500 Euro Gewinn (!) pro Jahr ist es notwendig Gewerbesteuer zu zahlen. (Stand 2015)

Den Hebesatz legt die Gemeinde fest und an diese bezahlt man dann auch die Steuern.

Die meisten nebenberuflichen Affiliates werden diese Grenze aber wohl erstmal nicht erreichen.

Fazit

Das Thema Steuern ist für Affiliates auf jeden Fall wichtig und sollte nicht unterschätzt werden. Im Zweifel sollte man sich Rat einem Experten einholen.